Eurowebtainment 2016 – Betrunkene Affiliatemanager, grölende Engländer und Party ohne Ende

Eurowebtainment 2016 – Eine Zusammenfassung

Und da ist sie auch schon wieder vorbei die Eurowebtainment 2016, die von 25.-28. Mai auf Mallorca stattfand. Auch dieses Jahr waren wieder diverse VertreterInnen zahlreicher Partnerprogramme, aber auch Paymentprovider, Inkassofirmen, Traffic-Händler und Webmaster anwesend und besuchten die, von Gunnar Steger veranstaltete, Messe. Der diesjährige (neue) Austragungsort der Eurowebtainment hat uns in das berühmt berüchtigte Viertel Magaluf verschlagen, welches ich im Normalfall nicht einmal gegen Bezahlung aufsuchen würde… Aber was tut man nicht alles für`s Business. Wenn proletuide (vorwiegend aus Großbritannien stammende) Halbaffen um drei Uhr Nachts ihre Hymne gröhlen, ist das dort offenbar genauso normal, wie den teuersten Club Mallorcas, das Nikki Beach, in genau diese versiefte von illegalen Strassennutten unterwanderte Gegend zu bauen. Dort darf man für das kleine (nicht mal gekühlte) Bier 11,50 EUR bezahlen und zieht dann nach etwa gefühlten fünf Minuten mit dem harten Kern der Kollegen wieder ins nebenan gelegene ME Hotel, dem Austragungsort der Eurowebtainment Messe. Und nur das jetzt nicht alles zu negativ erscheint: Die Messe selbst hat unterm Strich auch dieses Jahr sehr viel geboten und wie immer viel Spaß gemacht!

Was mich angeht, war ich dieses mal sowohl mit Dreh- als auch Interview-Terminen so voll, dass ich es gerade mal auf einen einzigen Vortrag geschafft habe, nämlich jenen von Rechtsanwalt Marko Dörre. Dieser berichtete (wie immer sehr interessant) über die neuesten Pläne der deutschen Bundesregierung in Sachen „unlauterer Wettbewerb“ sowie über die neueste Fassung des Prostituiertenschutzgesetzes. Mit letzterem hab ich ja bekanntlich weniger zu schaffen, aber was den anderen Punkt angeht, so könnte der noch für so ziemlich jeden in Deutschland ansässigen Seitenbetreiber eine spannende Angelegenheit werden… Und nicht nur für Seitenbetreiber, sondern generell für alle in Deutschland agierenden Personen, die in irgendeiner Art und Weise beruflich mit Werbung zu tun haben.

Es geht dabei um den Plan der deutschen Bundesregierung für ein generelles Verbot von „sexistischer Werbung“. Gemeint ist damit „geschlechterdiskriminierende Werbung“ in Deutschland zu unterbinden. Was für die breite Masse politisch korrekt denkender Menschen zunächst ansprechend erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen eher als Armutszeugnis für den deutschen Rechtsstaat. Mit dem Vorhaben setzt Justizminister Heiko Maas jedenfalls einen Beschluss der SPD-Parteispitze um, die in Reaktion auf die sexuellen Übergriffe der Silvesternacht in Köln ein „moderneres Geschlechterbild“ im Land etablieren will. So zumindest die offizielle Aussage der betreffenden Stellen. Wie vollkommen undurchdacht und blödsinnig das Ganze ist, zeigt alleine schon die Verknüpfung mit den Vorfällen rund um Köln. Ein entsprechender Entwurf zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb soll demnächst in eine Ressortabstimmung geschickt werden. Nach Herrn Maas’ Plänen könnten somit künftig Plakate oder Anzeigen unzulässig sein, die Frauen oder Männer auf Sexualobjekte reduzieren. Dies liegt natürlich wie so oft im Auge des Betrachters. Im Streitfall würde ein Gericht die Entscheidung treffen. Und das wird in Zukunft wohl öfters passieren, denn es betrifft somit praktisch jeden Werbespot, der von darstellenden Personen zuviel Haut zeigt. Sollte dieses Gesetz durchgehen, wird vor allem eine Berufsgruppe von den Änderungen besonders profitieren: Nämlich jene der Anwälte. Nicht nur die bildliche Darstellung sondern auch das Wording wird in Zukunft entscheidend sein, ob ein Mitbewerber gegen seinen Konkurrenten gerichtlich vorgehen kann. Und sei es nur, um davon finanziell zu profitieren. Damit verbunden prognostiziere ich ein weiteres Abwandern deutscher Firmen ins Ausland. Ich widme diesem Thema demnächst ein eigenes Kapitel und stelle jetzt vorweg die Behauptung in den Raum, dass Hr. Maas mit seiner von diversen feministischen Verbänden angeleiteten Aktion offensichtlich von den eigentlichen Problemen in Deutschland gezielt ablenken möchte. Ich fürchte nur, er wird sich neue damit schaffen…

Wer immer am laufenden zu diesem und anderen Themen bleiben will, trägt sich hier ein:


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Ein Highlight der Eurowebtainment 2016 war wie jedes Jahr natürlich wieder die berühmt berüchtigte Boots-Tour, welche auch dieses Jahr wieder vom deutschen Partnerprogramm Cashdorado veranstaltet wurde. Der Seegang war diesmal nicht so schwer wie die Jahre zuvor, dafür gab es jedoch zwei „Beinahe-Zusammenstösse“ (ich meine die Boote) und natürlich wieder jede Menge Bier. Was das Bier angeht, so empfehle ich einzelnen Affiliatemanagern, dieses nicht in Kombination mit anderen Substanzen zu konsumieren, es schadet offensichtlich dem Erinnerungsvermögen und natürlich der Kommunikationsfähigkeit… Das ändert freilich nichts daran, dass mit vielen wirklich wichtigen TeilnehmerInnen der Eurowebtainment sowohl am Boot als auch an Land wieder interessante Gespräche – und auch Interviews für den demnächst erscheinenden Videoblog entstanden sind. So u.a. mit Heiko Schubert von Affiliate Solutions SL und Julia Bischoff von Cashdorado, die mir in einem sehr spontan geführten Video-Interview über die Vorteile ihres Partnerprogrammes berichtete.

Boatparty Eurowebtainment

Ansonsten gab es auf der Eurowebtainment außerdem wieder den „Mix & Meet“ Market auf dem zahlreiche Firmen ihre Produkte bzw. Dienstleistungen vorstellten und mal mehr, mal weniger interessante Werbegeschenke unters Volk brachten. Positiv herausstreichen möchte ich in Sachen Originalität und Erlebnisfaktor hierbei vorallem wieder mal Cashdorado, die originale ZIPPO-Feuerzeuge mit Cashcow-Aufdruck verschenkten. Weiters die aus Graz stammende Firma Telequest, deren Mozartkugeln wie immer sehr gefragt waren. Weiters VX-Cash, die mit ihrem „Sorry we are fucking“ – Türgriff-Schild womöglich für Irritation beim Reinigungspersonal mancher Hotelzimmer sorgten und last but not least: Rene von First Mobile Cash, der bei der White-VIP Party (oder so ähnlich) mit seinen köstlichen Zigarren wieder viele Herrschaften (auch mich) erfreute.

Natürlich wurde auf der Eurowebtainment auch für das leibliche Wohl gesorgt, u.a. wieder mit den von der Firma Next Lead Generation gesponserten Burgern sowie der Getränkebar, die von Cashdorado betrieben wurde.

Abschließendes Fazit: Auf der diesjährigen Eurowebtainment zeigten sich viele neue Gesichter und somit kamen auch für mich diverse Kontakte mit Partnern aus Israel, Deutschland den Niederlanden und den USA zustande. Auffallend war jedoch auch, dass etliche Teilnehmer aus dem vorigen Jahr diesmal fehlten. Ob sich die aufgrund des Austragungsortes in Magaluf fernhielten, bleibt fraglich. Dem Veranstaltungshotel selbst gebe ich im Gegensatz zur Meinung vieler anderer Teilnehmer aber eher einen Pluspunkt, da ich das Areal im Vergleich zum bisherigen Melia del Mar Hotel als übersichtlicher empfinde. Was der Messe halt immer noch fehlt, ist ein echter Mehrwert für Affiliates. Zwar kann man als solcher natürlich direkte Gespräche mit den Partnerfirmen führen und sich vielleicht auch mal da oder dort eine bessere Vergütung herausschlagen. Aber der Großteil der Vorträge bringt Jahr für Jahr thematisch praktisch nie etwas Neues oder wirklich innovatives für Affiliates mit sich. Dies gilt vorallem für den Non-Adult Bereich, der auf der Eurowebtainment nach wie vor unterrepräsentiert ist. Hier kann man eigentlich nur auf die alljährlichen Affiliatedays verweisen, die noch jedem Webmaster in irgendeiner Form etwas gebracht haben. Sei es finanziell oder zumindest an verwertbaren Wissen. Wer hingegen nichts gegen zahlreiche Partys, Girls und ein bisschen Alkohol hat (na gut, wer hat das schon?), für den ist die Eurowebtainment natürlich auch im Jahr 2017 eine optimale Anlaufstelle.

Links/Quellen:

Marko Dörre – Zusammenfassung als PDF
Eurowebtainment

 

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